Bayern hat gewählt, und der "Kleine Wahl-Helfer" bedankt sich für Ihr Interesse.

Die Bevormundungspolitik ist der CSU also schlecht bekommen.
Wäre sie wirklich "näher am Menschen" gewesen, hätte sie merken können, dass es nicht gesund ist, dem "anständigen Bayern" seine angestammten Freiheiten zu beschneiden.

Wir erleben bereits, und werden es noch eine ganze Weile lang erleben, wie um den heißen Brei herumgeredet wird. Da wird der Transrapid nochmal bemüht, da geht's um Pendlerpauschale, Bildungspolitik und Landesbank und tausend Dinge mehr, sogar zugezogene Ostdeutsche werden als Grund für das Debakel aufgeboten - dass die CSU mit ihrem totalen Rauchverbot per Federstrich die Stammtische zertrümmert hat, wird unter den Teppich gekehrt, so gut es geht.
Denn wir sollen gar nicht einmal merken, dass sich die CSU damit zum Zugpferd, ja, Paradepferd der Verbotspolitik aufgeschwungen hatte und damit Bayern zu dem zu machen versuchte, was es nie war oder sein wollte: ein Vorzeigeland der Unfreiheit.

Nun geht es darum, die Verantwortlichen in der Politik immer wieder daran zu erinnern, dass sie die Liberalitas Bavariae herausgefordert hatten.

Was auch immer sich jetzt als Koalition zusammenrauft: Wir dürfen nicht müde werden, darauf aufmerksam zu machen, dass auch Raucher Wähler sind - und ebenso all die Nichtraucher, die es als Bedrohung sehen, wenn ein Teil der Bevölkerung so mir nix, dir nix in die Ecke gestellt wird - oder vor die Tür oder in gelbe Vierecke auf dem Boden.

Da wird es noch einiges zu tun geben, dass die Damen und Herren Volksvertreter dies nicht im Alltag einfach wieder vergessen ... und mit neuen Ideen aufwarten wie "Warnhinweisen" auf Bierflaschen, Besteuerung der Radlermaß als "Einstiegsdroge" und was ihnen sonst noch an Entmündigungsmaßnahmen einfällt, wenn der Tag lang ist.

Wir müssen wachsam bleiben und immer wieder mahnen: Stopp! Auch mal auf die Bürger hören und nicht immer nur auf die Einflüsterer der selbsternannten Volkserzieher!

Dies gilt für die CSU ebenso wie für ihren künftigen Koalitionspartner. Es gilt für sämtliche Parteien, auch in der Opposition.

Denn schließlich war dies nicht die letzte Wahl.
Schon nächstes Jahr geht's um den Bundestag.


Pressemeldung des Netzwerks Rauchen zum Wahlausgang in Bayern